Der Markt für Interim Management verändert sich gerade so schnell wie seit Jahren nicht mehr. Wer seit zehn oder fünfzehn Jahren im Geschäft ist, merkt das an vielen kleinen Signalen: mehr Mitbewerber in den Ausschreibungen, mehr Preisdruck in den Gesprächen und mehr Kunden, die vorsichtiger fragen, wen sie da eigentlich ins Haus holen.

Der Markt für Interim Management verändert sich gerade so schnell wie seit Jahren nicht mehr. Wer seit zehn oder fünfzehn Jahren im Geschäft ist, merkt das an vielen kleinen Signalen: mehr Mitbewerber in den Ausschreibungen, mehr Preisdruck in den Gesprächen und mehr Kunden, die vorsichtiger fragen, wen sie da eigentlich ins Haus holen.
Ich bin überzeugt, dass sich die erfahrensten und qualifiziertesten Interim Manager jetzt in Partnerschaften zusammenschließen sollten.
Mir geht es dabei nicht darum, eine bestimmte Partnerschaft groß zu machen. Das ergibt sich von selbst. Es geht darum, auf eine Entwicklung zu reagieren, die niemand von uns aufhalten wird.
Wir erleben aktuell einen Kahlschlag im mittleren Management. Tausende Führungskräfte sind davon betroffen - und das wird noch mindestens bis 2031 so bleiben.
Diese Manager suchen nach Alternativen. Ein beträchtlicher Teil davon landet im Interim Management oder in der Beratung. Das ist legitim, und einige davon werden hervorragende Interim Manager. Der Zustrom hat aber drei Folgen, die wir ernst nehmen müssen.
Die erste Folge betrifft die Preise. Mehr Angebot bedeutet sinkende Tagessätze. Am stärksten trifft das die Einsteiger: Tagessätze deutlich unter 1.000 Euro werden in diesem Segment die Regel sein. Erfahrene Interim Manager sind weniger direkt betroffen, aber der Druck auf das allgemeine Preisniveau kommt auch bei ihnen an, spätestens wenn Einkaufsabteilungen anfangen zu vergleichen.
Die zweite Folge betrifft das Vertrauen der Kunden. Kunden stellen zunehmend fest, dass Interim Manager am Markt sind, die nicht wissen, wie man ein Mandat interimistisch aufsetzt und erfolgreich zu Ende bringt. Das ist keine Kleinigkeit. Als angestellte Führungskraft hat man eine Organisation um sich, die links und rechts mitarbeitet und im Zweifel auch die Kastanien aus dem Feuer holt. Als Interim Manager ist diese Organisation nicht mehr da. Man muss vom ersten Tag an alles selbst können und selbst tun.
Das schafft nicht jeder. Jedes Mandat, das daran scheitert, beschädigt den Ruf der gesamten Branche, auch den Ruf derer, die ihr Handwerk seit Jahren beherrschen.
Die dritte Folge betrifft die Orientierung, und sie wird oft unterschätzt. Mit jedem neuen Interim Manager wird der Markt unübersichtlicher. Jeder positioniert sich, jeder ist sichtbar, und jeder verspricht Erfahrung, Umsetzungsstärke und schnelle Ergebnisse. Auf LinkedIn, in Plattformen und Datenbanken klingen die Profile zunehmend gleich.
Kunden suchen in dieser Situation Orientierung, finden sie aber nicht. Sie haben nicht zu wenig Auswahl, sondern zu viel, und keinen verlässlichen Maßstab, um sie zu sortieren. Wenn alle laut sind, hört man niemanden mehr. Für erfahrene Interim Manager ist das besonders bitter: Ihre tatsächliche Qualität geht im Grundrauschen unter, solange sie nur eine Stimme unter vielen sind.
In so einer Phase reicht es nicht, individuell gut zu sein. Kunden können von außen kaum unterscheiden, wer wirklich liefert und wer sich nur gut präsentiert. Was ihnen fehlt, ist ein verlässlicher Orientierungspunkt. Deshalb brauchen wir verbindliche Qualitätsstandards. Sie müssen zuerst geschaffen und dann konsequent eingehalten werden.
Genau das können Partnerschaften leisten, und zwar besser als jeder Einzelne und besser als ein reiner Vermittler. Eine Partnerschaft wie Piquano arbeitet mit einem einheitlichen Qualitätsstandard. Sie nimmt nicht jeden auf, sondern holt bewusst nur handverlesene Kolleginnen und Kollegen an Bord.
Für Kunden ist das die Antwort auf die Frage, die sie sich gerade immer häufiger stellen: Bekomme ich wirklich die Qualität, für die ich bezahle?
In einem unübersichtlichen Markt wird eine starke Partnerschaft zum Orientierungspunkt. Kunden müssen nicht mehr Hunderte ähnlich klingender Profile vergleichen, sondern können sich auf eine Marke verlassen, die für ihre Mitglieder einsteht. Das gibt ihnen dreifache Sicherheit:
Damit wird auch die Preisfrage geklärt. Kunden zahlen keinen Aufschlag für eine Marke. Sie kaufen hochwertige Leistung zu einem fairen Preis und können sicher sein, dass beides zusammenpasst. Fair heißt nicht billig, und hochwertig heißt nicht überteuert. Eine Partnerschaft, die für Qualität bürgt, macht diesen Zusammenhang für den Kunden nachvollziehbar.
Für uns als Interim Manager ist eine Partnerschaft mehr als ein Vertriebskanal. Sie gibt uns die Möglichkeit, unter einer starken, etablierten Marke den eigenen Namen weiter aufzubauen, statt in einem überfüllten Markt allein gegen Preisdruck, Vergleichbarkeit und das allgemeine Grundrauschen anzukämpfen.
Wer sein Geschäft professionalisieren und skalieren möchte, stößt als Einzelkämpfer früher oder später an Grenzen: bei der Sichtbarkeit, bei der Akquise und bei Mandaten, die mehr als eine Person erfordern. Eine Partnerschaft verschiebt diese Grenzen, ohne dass man die eigene Unabhängigkeit aufgeben muss.
"Die Veränderung des Marktes vollzieht sich ohnehin. Die Frage ist, ob wir ihr ausgeliefert sind oder ob wir sie gestalten."
Deshalb mein klares Plädoyer: Wenn Sie zu den erfahrenen Interim Managern gehören und einen hohen Anspruch an Ihre eigene Arbeit haben, schließen Sie sich einer Partnerschaft an oder prüfen Sie diese Option zumindest ernsthaft. Nur so können wir gemeinsam den Qualitätsmaßstab setzen, an dem sich Kunden in Zukunft orientieren.
Wenn Sie dazu Fragen haben, melden Sie sich gerne bei mir. Ich teile gerne die Erfahrungen, die wir bei Piquano in den letzten Jahren gesammelt haben, persönlich und als Partnerschaft. Dann können wir gemeinsam überlegen, ob dieser Weg auch für Sie der richtige ist.