Ausgangslage
Nach der Übernahme durch einen US-Konzern musste ein europäischer Medizintechnik-Hersteller mit mehreren Standorten eine umfassende organisatorische Neuausrichtung bewältigen. Die Position des Transition Managers war kurzfristig neu zu besetzen, da die operative Kontinuität in kritischen Bereichen nicht mehr gewährleistet war. Verschärfte US-FDA-Regularien sowie neu eingeführte Konzernprozesse machten eine strukturelle Anpassung der Fachabteilungen zwingend erforderlich. Bestehende Verantwortlichkeiten entsprachen nicht mehr den Vorgaben des Mutterkonzerns.
Der Auftraggeber
Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.
Europäischer Medizintechnik-Hersteller mit mehreren Standorten in der Schweiz, Deutschland und Österreich; Hersteller chirurgischer Implantate und Instrumente, nach Übernahme durch einen weltweit agierenden Healthcare-Konzern mit verschärften FDA-Anforderungen.
Die Herausforderung
- Lücken in Zusammenarbeit und Prozesskontinuität in den Bereichen Quality Assurance und Regulatory Affairs.
- Verantwortlichkeiten und Rollen über die europäischen Standorte hinweg uneinheitlich verteilt und nicht auf neue Konzernstandards ausgerichtet.
- Bestehende Prozesslücken und strukturelle Defizite nicht systematisch erfasst oder dokumentiert.
- Verunsicherung der Belegschaft durch die Übernahme beeinträchtigte die Umsetzungsfähigkeit der Organisation.
Aufgabenstellung
Fred Detroy übernahm die Rolle des Transition Managers mit dem Auftrag, ein unternehmensweites Transition Programm zu definieren und zu implementieren. Dazu gehörten die systematische Erfassung von Prozess- und Strukturlücken, die Neuordnung von Verantwortlichkeiten in Abstimmung mit dem Management aller europäischen Standorte sowie ein top-down und bottom-up ausgerichteter Planungshorizont von mehr als zwei Jahren.
Vorgehensweise
- Aufsetzen eines strukturierten Remediation-Projekts mit definierten Workstreams zur Erfassung von Prozesslücken, ungeklärten Verantwortlichkeiten und strukturellen Defiziten im gesamten Unternehmen.
- Einbindung externer Fachexperten zur Unterstützung der Workstreams ohne Beeinträchtigung des laufenden Tagesgeschäfts.
- Definition eines unternehmensweiten Transition Programms mit einem Planungshorizont von über zwei Jahren in Abstimmung mit Management und Stakeholdern aller Standorte.
- Einführung eines zweiwöchentlichen Kommunikationsrhythmus mit der gesamten Belegschaft, inklusive Statusupdates und dokumentierter Fortschritte aus den Teilprojekten.
- Implementierung eines Score-Card- und KPI-Systems zur messbaren Erfolgskontrolle auf Programm- und Teilprojektebene.
Ergebnis
- Sechsmonatiges Remediation-Projekt legte Prozesslücken, unklare Verantwortlichkeiten und strukturelle Defizite systematisch offen und bildete die Grundlage für das Gesamtprogramm.
- Identifizierte Handlungsfelder in fünf unternehmensweite Teilprojekte überführt und als koordiniertes Transition Programm unter zentraler Steuerung ausgerollt.
- Mitarbeitermotivation an beiden Standorten durch den etablierten zweiwöchentlichen Kommunikationsrhythmus messbar verbessert.
- Beide europäischen Standorte verbesserten ihre Positionierung in den konzernweiten Score Cards von hinteren auf vordere Plätze.