ESG und Nachhaltigkeit Automobilzulieferer ESG

CSRD-konforme Nachhaltigkeits-Berichterstattung

BrancheAutomobilzulieferer
UnternehmenInternationaler Automobilzulieferer, ca. 900 Mio. € Umsatz, ca. 2.000 MA
FunktionESG
ScopeWeltweite Standorte
Die Ausgangssituation

Ausgangslage

Ein internationaler Automobilzulieferer mit rund 900 Mio. EUR Umsatz und ca. 2.000 Mitarbeitenden stand unter Transformationsdruck durch Elektrifizierung, volatile Märkte und verschärfte ESG-Anforderungen. Die bevorstehende Refinanzierung über ein internationales Bankenkonsortium machte eine CSRD-konforme Nachhaltigkeitsberichterstattung bis Ende 2024 zur zwingenden Voraussetzung. Intern fehlten strukturierte Prozesse zur Datenerhebung sowie klare Zuständigkeiten für die Steuerung abteilungsübergreifender ESG-Themen. Lieferantenbeziehungen in geopolitisch exponierten Regionen verlangten zudem eine sorgfältige Abwägung der Transparenzpflichten.

Wer war der Kunde?

Der Auftraggeber

Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.

Internationaler Automobilzulieferer mit ca. 900 Mio. EUR Umsatz und rund 2.000 Mitarbeitenden an weltweiten Standorten, unter erheblichem Transformationsdruck durch Elektrifizierung und verschärfte ESG-Regulierung.

Was war die Herausforderung?

Die Herausforderung

  • Fehlende CSRD-konforme Berichterstattungsstruktur trotz unmittelbarem regulatorischen Handlungsdruck und laufenden Refinanzierungsverhandlungen.
  • Keine systematisierte Datenerhebung für ESG-Kennzahlen aus Produktion, Logistik und HR vorhanden.
  • Lieferantenbeziehungen in geopolitisch exponierten Regionen erforderten differenzierte Abwägung zwischen Transparenzpflichten und Compliance-Risiken.
  • Ressourcenkonflikte zwischen Fachabteilungen drohten die abteilungsübergreifende Projektkoordination zu verzögern.
Was war die Aufgabe?

Aufgabenstellung

Der Interim Manager hatte den Auftrag, die CSRD-konforme Nachhaltigkeitsberichterstattung bis Ende 2024 operativ einzuführen und prüfungsreif aufzusetzen. Schwerpunkte waren die doppelte Wesentlichkeitsanalyse, eine strukturierte Stakeholderbefragung sowie die Implementierung automatisierter Prozesse zur konzernweiten ESG-Datenerhebung. Geopolitische Transparenzrisiken und interne Ressourcenkonflikte waren aktiv zu managen.

Wie wurde vorgegangen?

Vorgehensweise

  • Konzeption und Durchführung einer vierstufigen doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Inside-Out und Outside-In) zur Identifikation und Priorisierung relevanter Nachhaltigkeitsthemen entlang der CSRD-Anforderungen.
  • Moderation von Workshops mit Fachabteilungen aus Produktion, Logistik, Fuhrparkmanagement, Controlling und HR zur Erstellung einer unternehmensweiten Impact Map.
  • Einbindung externer Stakeholder über Online-Umfragen, Interviews und Workshops in einem strukturierten Zwei-Wochen-Prozess.
  • Implementierung eines ESG-Dashboards zur automatisierten Aggregation und Auswertung von Nachhaltigkeitsdaten aus mehreren Unternehmensbereichen.
  • Etablierung klarer Verantwortlichkeiten und Eskalationspfade sowie Definition geopolitischer Risikokriterien für die Lieferkettenberichterstattung.
Was wurde erreicht?

Ergebnis

  • Vollständige doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit dokumentierter Themenpriorisierung in Umwelt, Soziales und Governance als prüfungsreife Grundlage für den Wirtschaftsprüfer abgeschlossen.
  • Strukturierte Stakeholderbefragung mit Einbindung aller relevanten externen Anspruchsgruppen innerhalb von zwei Wochen ausgewertet nach definierten Kriterien.
  • ESG-Dashboard mit automatisierter Datenaggregation aus mehreren Fachbereichen eingeführt, revisionsichere Datenerhebung dauerhaft sichergestellt.
  • CSRD-konforme Berichterstattungsstruktur termingerecht bis Ende 2024 aufgesetzt und die ESG-Voraussetzung für die Refinanzierung durch das internationale Bankenkonsortium erfüllt.
← Alle Case Studies