Ausgangslage
Ein Online-Retailer mit 400 Mitarbeitern und 350 Mio. Euro Jahresumsatz betrieb seine gesamte eCommerce-Infrastruktur auf einer IT-Landschaft, die aus der Gründungsphase stammte, als lediglich zwei Mitarbeiter beschäftigt waren. Die gewachsene Systemarchitektur erfüllte die heutigen Anforderungen an Business Continuity und Betriebssicherheit nicht mehr. Parallel hatte ein technisch getriebener Auswahlprozess dazu geführt, dass relevante Anforderungen der Fachbereiche unberücksichtigt geblieben waren. Der Handlungsbedarf zur Modernisierung des eCommerce-Backbones war akut.
Der Auftraggeber
Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.
Online-Retailer mit 400 Mitarbeitern und 350 Mio. Euro Jahresumsatz, in 12 europäischen Ländern aktiv; Wachstum stark durch die Corona-Pandemie getrieben.
Die Herausforderung
- Bestehende IT-Infrastruktur aus der Gründungszeit für Business Continuity eines Unternehmens dieser Größe nicht ausgelegt.
- Technisch dominierter Systemauswahlprozess ließ operative Fachbereichsanforderungen systematisch außen vor.
- Fehlende priorisierte Roadmap für die Ablösung der Kernsysteme, die technische und organisatorische Kriterien verbindet.
- Fachbereiche bislang nicht strukturiert in die Planung von Systemwechseln eingebunden.
Aufgabenstellung
Der Interim Manager wurde beauftragt, die bestehende technische Roadmap zu validieren und auf Basis der identifizierten Lücken eine überarbeitete Roadmap für das gesamte Programm- und Projektportfolio auszuarbeiten. Die relevanten Fachbereiche sollten aktiv in Anforderungserhebung und Priorisierung eingebunden und die Umsetzungsphase initiiert werden.
Vorgehensweise
- Analyse der bestehenden technischen Roadmap und Identifikation inhaltlicher Lücken aus dem technisch fokussierten Auswahlprozess.
- Strukturierte Workshops mit den Fachbereichen zur Erhebung und Dokumentation ihrer Anforderungen an die jeweiligen Projektkandidaten.
- Bewertung der Projektkandidaten nach technischen und organisatorischen Kriterien als Grundlage für eine belastbare Priorisierung.
- Erarbeitung einer konsolidierten Roadmap für das Projektportfolio zur schrittweisen Ablösung der Kernsysteme.
- Überführung der Roadmap in konkrete Projektstrukturen und Abstimmung der nächsten Schritte mit den Stakeholdern.
Ergebnis
- Anforderungen aller priorisierten Projektkandidaten dokumentiert und formal von den Fachbereichen abgenommen.
- Einheitlich priorisiertes Projektportfolio, das technische Machbarkeit und organisatorische Auswirkungen berücksichtigt.
- Breite Akzeptanz der Roadmap über alle beteiligten Fachbereiche als stabile Grundlage für die Umsetzungsphase.
- Klare Reihenfolge der Systemablösung mit definierten Projektkandidaten und abgestimmten Verantwortlichkeiten.