Ausgangslage
Eine Landesgesellschaft eines internationalen Medizintechnik-Konzerns in Mexiko mit 20 Mitarbeitenden und 15 Mio. USD Jahresumsatz war ausschließlich in einem stark umkämpften Marktsegment aktiv. Ein zweites, deutlich größeres und wachsendes Marktsegment blieb dem Unternehmen verschlossen, da der Markteintritt dort eine lokal zertifizierte Produktion voraussetzte – die es nicht gab. Ein Wettbewerber hatte diesen Marktzugang bereits gesichert und agierte dort ohne Gegendruck als Monopolist. Interne Produktions- und Regulatorik-Kompetenz sowie kaufmännische Strukturen fehlten vollständig.
Der Auftraggeber
Landesgesellschaft eines internationalen Medizintechnik-Konzerns in Mexiko City; reines Vertriebsteam mit 20 Mitarbeitenden und 15 Mio. USD Jahresumsatz, ohne eigene Produktions- oder Fertigungskapazitäten.
Die Herausforderung
- Fehlende kaufmännische Strukturen sowie keinerlei interne Expertise in pharmazeutischer Produktion und den zugehörigen regulatorischen Anforderungen.
- Wachsendes zweites Marktsegment vollständig unerschlossen, da der Zugang eine lokal zertifizierte Produktion voraussetzte, die nicht existierte.
- Etablierter Wettbewerber mit Monopolstellung im zweiten Marktsegment agierte ohne Wettbewerbsdruck aus dem Markt.
- Für den Produktionsaufbau fehlten Standort, behördliche Genehmigungen und jede organisatorische Grundlage.
Aufgabenstellung
Georg Wehrens wurde beauftragt, innerhalb von 2,5 Jahren eine von den mexikanischen Gesundheitsbehörden zertifizierte Produktionsstätte auf der grünen Wiese zu errichten und damit die Voraussetzung für den Markteintritt im zweiten Segment zu schaffen. Neben dem Aufbau der physischen Infrastruktur umfasste die Aufgabe die Etablierung der gesamten Standortorganisation sowie die Sicherstellung einer Gesamtinvestition von über 20 Mio. USD durch die Konzernführung.
Vorgehensweise
- Einholung der Investitionsgenehmigung über 20 Mio. USD bei Vorstand und Aufsichtsrat des Mutterkonzerns durch Ausarbeitung und Präsentation des vollständigen Business-Cases.
- Rekrutierung eines erfahrenen Pharma-Operations-Experten aus Brasilien sowie vertragliche Einbindung der lokalen Schwestergesellschaft für regulatorische Unterstützung.
- Standortauswahl und Grundstückskauf nach definierten Kriterien (Grundwasserzugang, Infrastruktur, Logistik) sowie Steuerung von Architekt und Bauleitung; gesamte Projektabwicklung auf Spanisch.
- Aufbau der Standortorganisation mit allen Funktionsbereichen: Produktion, Einkauf, Logistik, Qualitätsmanagement, HR und Produktionscontrolling.
- Einführung von SAP R/3 über alle Unternehmensbereiche des neuen Standorts.
Ergebnis
- Produktionsstätte innerhalb des geplanten Zeitrahmens von 2,5 Jahren vollständig errichtet und durch die mexikanischen Gesundheitsbehörden zertifiziert.
- Gesamtprojekt im Budget von über 20 Mio. USD abgeschlossen, einschließlich aller projektbedingten Änderungen und Erweiterungen.
- Teilnahme an der relevanten Marktausschreibung für das zweite Segment fristgerecht ermöglicht; Markteintritt nach Jahren des Ausschlusses damit realisiert.
- Gesetzte finanzielle Ziele durch den erschlossenen Marktzugang im zweiten Segment übererfüllt.