Ausgangslage
Ein wachstumsstarker Healthcare-Provider mit über 800 Mitarbeitern und mehr als 40 Mio. EUR Umsatz verfolgte eine konsequente Buy-and-Build-Strategie mit hohem Digitalisierungsgrad. Das Unternehmen hatte einen Übernahmeprozess für einen größeren Wettbewerber eingeleitet, der sich in einem laufenden Insolvenzverfahren befand. Die Transaktion erforderte gleichzeitig die Steuerung komplexer rechtlicher Anforderungen durch Insolvenzgericht und Gläubigerversammlung sowie die vollständige Integration des Zielunternehmens in die bestehende Organisation. Beide Unternehmen mussten während des gesamten Prozesses operativ handlungsfähig bleiben.
Der Auftraggeber
Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.
Wachstumsstarker Healthcare-Provider mit über 800 Mitarbeitern, mehr als 40 Mio. EUR Umsatz und über 30 Niederlassungen deutschlandweit; junges, technologieaffines Unternehmen mit ausgeprägter Buy-and-Build-Strategie.
Die Herausforderung
- Übernahme aus laufendem Insolvenzverfahren erforderte strikte Einhaltung rechtlicher Vorgaben gegenüber Insolvenzgericht, Sachwalter und Gläubigerversammlung.
- Alle Funktionsbereiche beider Unternehmen, von Accounting und Treasury bis Einkauf und Infrastruktur, mussten parallel integriert und auf ein gemeinsames Steuerungsmodell überführt werden.
- Fehlende einheitliche Systeme, Prozesse und KPIs zwischen Käufer und Zielunternehmen erschwerten eine zügige operative Zusammenführung.
- Kulturelle und organisatorische Unterschiede erforderten intensives Konflikt- und Erwartungsmanagement auf mehreren Ebenen.
Aufgabenstellung
Georg Wehrens wurde beauftragt, die Übernahme aus dem Insolvenzverfahren rechtssicher zu planen, zu verhandeln und abzuschließen sowie anschließend die Post-Merger-Integration über alle Funktionsbereiche zu konzipieren und umzusetzen. Dazu gehörten Accounting, Treasury, Reporting, Controlling, Revenue Management, Abrechnung, Forderungsmanagement, Einkauf sowie Infrastruktur und Mietverträge. Er war zentraler Ansprechpartner für Beirat, beide Geschäftsführungen und alle Beteiligten des Insolvenzverfahrens.
Vorgehensweise
- Strukturiertes Stakeholder-Management mit regelmäßigen Meilenstein-Besprechungen gegenüber Beirat, Gesellschaftern und beiden Geschäftsführungen zur Sicherstellung einheitlicher Entscheidungsgrundlagen.
- Intensive Vor-Ort-Präsenz bei Käufer und Zielunternehmen zur Analyse bestehender Strukturen, Prozesse und kultureller Unterschiede sowie Entwicklung einer gemeinsamen Integrationsstrategie.
- Steuerung der Endverhandlungen mit Insolvenzverwalter, Sachwalter, Rechtsberatern und Gläubigerversammlung unter Einhaltung aller insolvenzrechtlichen Anforderungen.
- Aufbau und Leitung eines strukturierten PMI-Projektmanagements mit definierten Workstreams, Workshops und Aktionsplänen je Funktionsbereich über eine zwölfwöchige erste Integrationsphase.
- Wöchentliche Team-Reviews mit allen Stream-Leads und beiden Geschäftsführungen zur Fortschrittskontrolle sowie frühzeitige Einführung einheitlicher KPIs und Best Practices.
Ergebnis
- Rechtssicherer Abschluss der Übernahme aus dem Insolvenzverfahren mit vollständiger Dokumentation und Einhaltung aller Vorgaben von Insolvenzgericht und Gläubigerversammlung.
- Funktionsfähige neue Organisationsstruktur aufgebaut und innerhalb der zwölfwöchigen ersten Integrationsphase an die Funktionsverantwortlichen übergeben.
- Alle Integrations-Workshops und Koordinationssitzungen über sämtliche Streams mit dokumentierter Zielerreichung je Funktionsbereich durchgeführt.
- Ergebnispräsentation inklusive KPI-Reporting durch Beirat und Gesellschafterversammlung als formaler Abschluss der ersten Integrationsphase positiv abgenommen.