Ausgangslage
Ein börsennotierter Medizintechnik-Konzern mit rund 5.000 Mitarbeitern übernahm ein Familienunternehmen in São Paulo mit 34 Beschäftigten, eigener Geräteproduktion und einem etablierten nationalen Vertriebsnetz. Die akquirierte Einheit arbeitete bislang vollständig eigenständig und war weder kulturell noch prozessual auf eine Konzernintegration ausgerichtet. Die Business Unit für medizinische Geräte musste den laufenden Betrieb in Brasilien aufrechterhalten und gleichzeitig die strukturelle Angleichung einleiten. Georg Wehrens wurde als Interim Manager beauftragt, diese Übergangsphase vor Ort zu steuern.
Der Auftraggeber
Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.
Börsennotierter Medizintechnik-Konzern mit rund 5.000 Mitarbeitern und internationaler Präsenz; die Business Unit medizinische Geräte übernahm ein Familienunternehmen in São Paulo mit 34 Beschäftigten und eigenem nationalen Vertriebsnetz.
Die Herausforderung
- Prozess-, System- und Governance-Strukturen des Konzerns waren mit denen des übernommenen Familienunternehmens nicht kompatibel.
- Kulturelle Unterschiede auf beiden Seiten verlangsamten die operative Abstimmung erheblich.
- Lokales Management nicht auf Konzernreporting, Compliance-Anforderungen und zentrale Steuerungsprozesse vorbereitet.
- Brasilianisches Vertriebsnetz musste parallel zur Strukturintegration weiterentwickelt werden, um bestehende Marktanteile zu sichern.
Aufgabenstellung
Georg Wehrens übernahm die operative Führung der neu akquirierten brasilianischen Einheit und verantwortete deren schrittweise Integration in die bestehenden Konzernstrukturen. Konkret bedeutete das: laufenden Betrieb ohne Unterbrechung sichern, die Marktpräsenz in Brasilien gezielt ausbauen und eine qualifizierte lokale Managementbesetzung für die dauerhafte Übertragung der Führungsverantwortung aufbauen.
Vorgehensweise
- Aufbau eines strukturierten Stakeholder-Managements mit gezielter Einbindung der Konzernfunktionen Treasury, Steuern, Controlling und IT von Beginn an.
- Analyse und Dokumentation bestehender lokaler Prozesse als Grundlage für die schrittweise Angleichung an Konzernstandards.
- Kulturelle Sensibilisierungsmaßnahmen für lokale Mitarbeitende und beteiligte Konzerneinheiten zur Förderung gegenseitigen Verständnisses.
- Definition und Einführung verbindlicher Reporting-, Compliance- und Steuerungsstrukturen für die neue Einheit.
- Rekrutierung und strukturiertes Onboarding einer lokalen Managementebene als Vorbereitung auf die dauerhafte Übergabe der Führungsverantwortung.
Ergebnis
- Vollständige strukturelle Integration der akquirierten Einheit hinsichtlich Governance, Prozessen und Konzern-Compliance innerhalb der geplanten Projektlaufzeit abgeschlossen.
- Operative Zusammenarbeit zwischen lokaler Belegschaft und Konzernorganisation auf stabiler Grundlage etabliert.
- Lokale Managementverantwortung planmäßig an ein neu aufgebautes, eigenständig handlungsfähiges Management-Team übergeben.
- Brasilianisches Vertriebsnetz gesichert und gezielt als Grundlage für den weiteren Ausbau der Marktpräsenz weiterentwickelt.