Einkauf und Supply Chain ManagementRestrukturierung Elektronikfertigung Finanzen, Einkauf, Operations, Restrukturierung

Restrukturierung eines Auftragsfertigers Elektronik (EMS)

BrancheElektronikfertigung
UnternehmenFamiliengeführter EMS-Fertiger, ca. 320 MA, 70 Mio. EUR Umsatz
FunktionFinanzen, Einkauf, Operations, Restrukturierung
ScopeBundesweit
Die Ausgangssituation

Ausgangslage

Ein familiengeführter EMS-Fertiger mit rund 320 Mitarbeitenden und 70 Mio. EUR Jahresumsatz geriet in eine akute Ertrags- und Liquiditätskrise. Schwache Auftragsmargen, ineffiziente Fertigungsabläufe und eine fehlerhafte Planungssteuerung belasteten das Unternehmen strukturell. Im Supply-Chain-Management wurden überdimensionierte Personalkapazitäten eingesetzt, um Steuerungsdefizite zu kompensieren, ohne die Ursachen anzugehen. In der Prototypenfertigung fehlte eine normkonforme Projektsteuerung gemäß IATF 16949, was Qualitäts- und Haftungsrisiken gegenüber Kunden erzeugte.

Wer war der Kunde?

Der Auftraggeber

Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.

Familiengeführter EMS-Fertiger mit zwei Einzelgesellschaften, rund 320 Mitarbeitenden und 70 Mio. EUR Umsatz; hochautomatisierte Auftragsproduktion elektronischer Komponenten für Automobil-, Bahn- und Medizingerätetechnik.

Was war die Herausforderung?

Die Herausforderung

  • Strukturell ineffiziente Produktionsplanung mit langen Durchlaufzeiten und mangelhafter Kapazitätsauslastung.
  • Überdimensionierter Personalbestand im Einkauf und Supply-Chain-Management, der systemische Steuerungsdefizite verdeckte, ohne sie zu beheben.
  • Schwache Auftragsmargen, die Liquidität und finanziellen Handlungsspielraum des Unternehmens kontinuierlich verengten.
  • Fehlende IATF-16949-konforme Projektsteuerung in der Prototypenfertigung mit daraus resultierenden Qualitäts- und Haftungsrisiken.
Was war die Aufgabe?

Aufgabenstellung

Thomas Kritzner wurde als Chief Restructuring Officer beauftragt, die Aufbau- und Ablauforganisation nach LEAN-Prinzipien neu auszurichten und die Supply-Chain-Steuerung an die hohe Prozesskomplexität anzupassen. Parallel war die laufende Ergebnis- und Liquiditätssicherung in der akuten Krise sicherzustellen. Ziel war es, die operative Steuerungsfähigkeit wiederherzustellen und die Unternehmensfortführung zu stabilisieren.

Wie wurde vorgegangen?

Vorgehensweise

  • Technologiebasierte, segmentierte Prozessorganisation in der Fertigung eingeführt, um Durchlaufzeiten zu reduzieren und Verantwortlichkeiten zu klären.
  • Ursachenanalyse der Fehlsteuerung im Einkauf durchgeführt, gezielte Korrekturmaßnahmen in der Beschaffungssteuerung umgesetzt.
  • Supply-Chain-Organisation strukturell angepasst: mit reduziertem Personaleinsatz zu höherer Planungsstabilität.
  • Mitarbeitende mit Kundenkontakt nach PMP-Richtlinien in professioneller Projektsteuerung und Kundenpräsenz geschult.
  • Rationalisierungsinvestitionen zur Steigerung der Fertigungseffizienz priorisiert und vorbereitet.
Was wurde erreicht?

Ergebnis

  • Operative Steuerungsfähigkeit in allen wesentlichen Funktionsbereichen wiederhergestellt.
  • Unternehmensfortführung in der akuten Ertrags- und Liquiditätskrise durch parallele Stabilisierungsmaßnahmen gesichert.
  • Strukturelle Ursachen der Einkaufsfehlsteuerung behoben, Personalintensität im Supply-Chain-Management reduziert.
  • Grundlage für mittelfristige Margenstabilisierung durch Prozesssegmentierung und vorbereitete Rationalisierungsinvestitionen geschaffen.
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