Ausgangslage
Ein internationaler Konzern mit 40.000 Mitarbeitern, 70 Standorten und rund 7 Mrd. Euro Jahresumsatz stand unter erheblichem finanziellem Druck und lagerte Teile seiner Produktion an externe Dienstleister aus. Die Übernahmeverträge waren unterzeichnet, die operative Umsetzung jedoch ins Stocken geraten. Von fünf parallel laufenden Outsourcing-Projekten wiesen drei in Mexiko, Deutschland und Italien erhebliche Planungsdefizite auf. Die Verträge waren überwiegend juristisch und kaufmännisch ausgehandelt worden, ohne ausreichende operative Detaillierung für die Umsetzung.
Der Auftraggeber
Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.
Internationaler Konzern mit 40.000 Mitarbeitern an 70 Standorten und einem Jahresumsatz von rund 7 Mrd. Euro, tätig in der Produktion und Fertigung.
Die Herausforderung
- Drei von fünf laufenden Outsourcing-Projekten ohne belastbare Projektpläne oder abgestimmte Umsetzungskonzepte.
- Mexiko-Projekt drohte vollständig zu scheitern: Scope nicht mehr realisierbar, Zeitrahmen überschritten.
- Verträge ließen wesentliche operative Fragen offen und lösten Konflikte zwischen abgebendem Konzern und übernehmenden Unternehmen aus.
- IT-Division und kleinere übernehmende Unternehmen arbeiteten mit grundlegend unterschiedlichen Prozesslogiken.
Aufgabenstellung
Der Interim Manager übernahm die Projektleitung für die drei kritischen Outsourcing-Projekte in Mexiko, Deutschland und Italien. Aufgabe war die Neuerstellung tragfähiger Projektpläne, die Nachverhandlung zentraler Vertragsinhalte mit den übernehmenden Unternehmen sowie die Steuerung der gesamten operativen Umsetzung bis zum Abschluss der Übergabe.
Vorgehensweise
- Strukturierte Bestandsaufnahme der jeweiligen Projektstände an allen drei kritischen Standorten.
- Neuverhandlung von Scope und Zeitplan für das Mexiko-Projekt; ursprüngliches Konzept verworfen, realisierbarer Alternativansatz entwickelt.
- Operative Detailplanung mit den übernehmenden Unternehmen in Deutschland und Italien zur verbindlichen Spezifikation der Verträge.
- Planung und Steuerung des Mitarbeiterübergangs zum neuen Arbeitgeber unter Berücksichtigung arbeitsrechtlicher Anforderungen an allen drei Standorten.
- Moderation des Perspektivwechsels zwischen konzerninterner IT-Division und kleineren übernehmenden Unternehmen zur Etablierung einer gemeinsamen Umsetzungslogik.
Ergebnis
- Mexiko-Projekt durch Neuausrichtung von Scope und Zeitplan aus dem kritischen Pfad geführt und in einen kontrollierten Status überführt.
- Mitarbeiterübergänge und Infrastrukturverantwortung an allen drei Standorten planmäßig abgeschlossen.
- Rein juristisch gefasste Verträge durch operative Detailvereinbarungen ergänzt; verbindliche Planungsgrundlage für alle Parteien geschaffen.
- IT-Division und übernehmende Unternehmen einigten sich auf gemeinsame Umsetzungsprozesse; Eskalationen in der Abschlussphase aller drei Projekte verhindert.