IT-Management & Cyber Security FMCG / Kosmetik Informationstechnologie

Sanierung und Neu-Ausrichtung eines Transformations- und ERP-Projektes

BrancheFMCG / Kosmetik
UnternehmenMultinationaler Konsumgüter-Konzern, 2.200 MA, ca. 1 Mrd. € Umsatz, 32 Gesellschaften
FunktionInformationstechnologie
Scope15 Länder weltweit, über 20 Länder im Rollout
Die Ausgangssituation

Ausgangslage

Ein multinationaler Konsumgüterkonzern hatte ein international operierendes Unternehmen der Kosmetik- und Konsumgüterindustrie mit rund 2.200 Mitarbeitenden, 32 Gesellschaften und ca. 1 Mrd. EUR Umsatz übernommen und ein neues Management eingesetzt. Im Zuge eines konzernweiten Lean-Management-Programms wurde die gesamte IT an zwei externe Dienstleister ausgegliedert. Parallel scheiterte die Einführung eines globalen ERP-Systems, das als zentrales Element der Prozessharmonisierung über alle Ländergesellschaften vorgesehen war. Das Unternehmen stand vor einer doppelten Krise: unkontrolliertem IT-Outsourcing und einem blockierten Kerntransformationsprojekt.

Wer war der Kunde?

Der Auftraggeber

Multinationaler Konsumgüterkonzern aus dem Bereich Kosmetik mit Fokus auf Fachhandwerk, Großhandel und Retail, 32 Gesellschaften in 15 Ländern, rund 2.200 Mitarbeitende und ca. 1 Mrd. EUR Umsatz.

Was war die Herausforderung?

Die Herausforderung

  • ERP-Einführungsprojekt gescheitert, in seiner ursprünglichen Form nicht weiterführbar.
  • Abgeschlossene Outsourcing-Verträge entsprachen nicht den operativen Anforderungen und boten keine tragfähige Grundlage für den laufenden Betrieb.
  • Veraltete IT-Infrastruktur einschließlich der globalen Netzwerke verursachte Performance-Probleme mit direkter Auswirkung auf die Nutzerakzeptanz.
  • Fehlendes einheitliches Servicemodell für Wartung und Weiterentwicklung gefährdete die Betriebsstabilität dauerhaft.
Was war die Aufgabe?

Aufgabenstellung

Der Interim Manager übernahm die Rolle des globalen CIO mit dem Auftrag, das gescheiterte ERP-Projekt zu sanieren und in mehr als 20 Länder auszurollen. Gleichzeitig sollten die Outsourcing-Verträge neu verhandelt, die IT-Infrastruktur modernisiert und ein tragfähiges globales IT-Betriebsmodell etabliert werden. Übergeordnetes Ziel: strikte Einhaltung der Projektbudgets bei gleichzeitiger signifikanter Reduzierung der globalen IT-Kosten.

Wie wurde vorgegangen?

Vorgehensweise

  • Das gescheiterte ERP-Projekt wurde mit einem Retrofit-Ansatz saniert und anschließend im Template-Modell mit begleitenden Change- und Trainingsmaßnahmen in über 20 Länder ausgerollt.
  • Outsourcing-Verträge geprüft, gekündigt und mit bestehenden sowie neuen Dienstleistern auf Basis klar definierter Service Level Agreements neu verhandelt.
  • Gesamte IT-Infrastruktur einschließlich der globalen Netzwerke modernisiert, mit messbaren Verbesserungen bei Performance und Nutzerakzeptanz.
  • Application-Managed-Support-Modell eingeführt, das die strukturierte Wartung und Weiterentwicklung der ERP- und Satellitensysteme dauerhaft sicherstellt.
  • ITIL- und COBIT-basierte Prozesse implementiert und durch gezielte Change-Management-Maßnahmen in der Organisation verankert.
Was wurde erreicht?

Ergebnis

  • Saniertes ERP-System im Template-Ansatz in mehr als 20 Ländern eingeführt und in den produktiven Betrieb überführt.
  • ITIL- und COBIT-konforme Prozess- und Qualitätsstandards konzernweit etabliert und im laufenden Betrieb verankert.
  • Globale IT-Kosten um ca. 40 % reduziert, die bis dahin aufgelaufenen Projektverluste damit kompensiert.
  • Stabile IT-Organisation mit klar definierten Steuerungs- und Betriebsmodellen am Ende des Einsatzes übergeben.
← Alle Case Studies