Ausgangslage
Ein internationaler IT-Dienstleister mit rund 300.000 Mitarbeitenden und 60 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz befand sich im dritten Jahr eines Projekts zur Migration des eigenen Rechenzentrums in eine private Cloud-Infrastruktur eines externen Anbieters. Der Migrationstermin war bereits dreimal verschoben worden, was das Vertrauensverhältnis zwischen Auftraggeber und Dienstleister erheblich belastet hatte. Auf beiden Seiten hatten sich verhärtete Erwartungshaltungen und ungeklärte technische Problemfelder aufgestaut. Das Projekt drohte weiter zu eskalieren.
Der Auftraggeber
Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.
Internationaler IT-Dienstleister mit rund 300.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 60 Mrd. US-Dollar, im dritten Jahr einer Migration in eine private Cloud-Infrastruktur.
Die Herausforderung
- Dreimalige Terminverschiebung über drei Jahre hatte das Vertrauensverhältnis zwischen Auftraggeber und Dienstleister stark belastet.
- Fehlende Projektmanagement-Strukturen verhinderten transparente Steuerung und belastbare Terminplanung.
- Ungeklärte technische Problemfelder und unklare Aufwandsschätzungen blockierten die Entscheidungsfindung beider Seiten.
- Verhärtete Erwartungshaltungen erschwerten sachliche Kommunikation und konstruktive Lösungssuche.
Aufgabenstellung
Der Interim Manager sollte zunächst die erste Umzugswelle operativ begleiten und den Migrationstermin durch gezielte Steuerung der technischen Teams absichern. Im Verlauf weitete sich die Verantwortung auf alle nachfolgenden Migrationswellen aus. Damit übernahm er die zentrale Koordinationsrolle zwischen Auftraggeber und Dienstleister für das gesamte verbleibende Projekt.
Vorgehensweise
- Aufbau belastbarer Projektmanagement-Strukturen für Transparenz über offene Problemfelder, Abhängigkeiten und Aufwände.
- Versachlichung der Kommunikation zwischen Auftraggeber und Dienstleister, um verhärtete Erwartungshaltungen aufzulösen und realistische Terminkorridore zu vereinbaren.
- Kurzfristige Einarbeitung in die technischen Umgebungen beider Parteien, um als fachkundiger Moderator in der Lösungsfindung agieren zu können.
- Koordination der Schichtplanung für Umzugswochenenden mit bis zu 300 gleichzeitig eingesetzten Mitarbeitenden.
- Schrittweise Rückgewinnung des Vertrauens durch konsistente Berichterstattung und Einhaltung vereinbarter Meilensteine.
Ergebnis
- Migrationsprojekt nach vierjähriger Laufzeit und einem einjährigen Intensiveinsatz mit einer Gesamtverzögerung von einem Jahr abgeschlossen.
- Alle Migrationswellen unter koordiniertem Einsatz von bis zu 300 Mitarbeitenden pro Umzugswochenende durchgeführt.
- Vertrauensverhältnis soweit wiederhergestellt, dass der Auftraggeber die Umzugswochenenden aktiv personell unterstützte.
- Projektabschluss vom Auftraggeber intern als Referenzprojekt für komplexe Rechenzentrums-Migrationen anerkannt.