Ausgangslage
Eine Konzerntochter im Maschinenbau mit rund 150 Mitarbeitern und 75 Mio. € Umsatz stand nach einem revidierten Schließungsbeschluss vor dem strukturellen Wiederaufbau. Finanzplanung und Controlling waren nicht institutionalisiert, die Nutzung des ERP-Systems wies erhebliche Funktionslücken auf. Eine Sales-&-Operations-Planung existierte nicht. Gleichzeitig bereitete das Unternehmen die Markteinführung einer neuen Maschinengeneration für internationale Großkunden vor, was den Handlungsdruck weiter erhöhte.
Der Auftraggeber
Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.
Konzerntochtergesellschaft im Maschinenbau mit rund 150 Mitarbeitern und 75 Mio. EUR Jahresumsatz; weltweit tätig, Hersteller digitaler und konventioneller Druckmaschinen, nach revidiertem Schließungsbeschluss im strukturellen Wiederaufbau.
Die Herausforderung
- Fehlende Liquiditäts- und Finanzplanungsstrukturen verhinderten eine belastbare Unternehmenssteuerung.
- Unzureichende ERP-Funktionalitäten führten zu lückenhafter Material- und Auftragsplanung sowie mangelhafter Arbeitsvorbereitung.
- Fehlende Sales-&-Operations-Planung erzeugte Ressourcenverschwendung und eingeschränkte Lieferfähigkeit.
- Gesellschaft noch nicht in die relevanten Zentralfunktionen des Konzerns eingebunden.
Aufgabenstellung
Der Interim Manager übernahm die operative Leitung der Produktionsgesellschaft in der Funktion des COO und verantwortete die strukturelle Stabilisierung des Unternehmens. Konkret sollte er Finanzplanung und Controlling institutionalisieren, ERP-Funktionslücken schließen und die Gesellschaft in ausgewählte Konzernzentralfunktionen integrieren. Die Planungs- und Geschäftsprozesse mussten auf die bevorstehende Markteinführung einer neuen Maschinengeneration ausgerichtet werden.
Vorgehensweise
- Aufbau einer belastbaren Führungsstruktur und Neugestaltung der Geschäftsabläufe nach LEAN-Prinzipien in Management und Produktion.
- Einführung einer Liquiditätsplanung gemäß IDW-Standard zur Herstellung transparenter Finanzsteuerung.
- Qualifizierung der Material- und Auftragsplanung im ERP-System zur Schließung bestehender Funktionslücken.
- Gezielte Schulung von Fach- und Führungspersonal zur Sicherung der operativen Umsetzungskompetenz.
- Steuerung des Maßnahmenportfolios zur fristgerechten Integration von HR, Einkauf und Controlling in die Konzernverantwortung.
Ergebnis
- Produktivitätssteigerung von über 7 % bei gleichzeitig positivem EBIT innerhalb der Einsatzlaufzeit.
- Kostensenkung von rund 300.000 € durch Prozessoptimierungen und Abbau von Ressourcenverschwendung.
- Vollständige Integration der Funktionsbereiche HR, Einkauf und Controlling in die fachliche Konzernverantwortung.
- Initialbelieferung internationaler Großkunden mit der neuen Maschinengeneration termingerecht zum definierten Markteintrittsdatum sichergestellt.