Ausgangslage
Ein Gemeinschaftsunternehmen im Maschinenbau mit 150 Mitarbeitenden, gegründet als Joint Venture zweier Weltmarktführer im Bereich Abfüllen und Palettieren, stand kurz vor der operativen Aufnahme des Betriebs. Die IT-seitige Integration der Produktbereiche beider Muttergesellschaften geriet erheblich in Verzug. Der verantwortliche Projektleiter wurde abgelöst, sein Nachfolger sah sich mit einem ungelösten Eskalationsrückstand und einer wachsenden Liste nicht erfasster Anforderungen konfrontiert. Die Situation gefährdete den geplanten Betriebsstart unmittelbar.
Der Auftraggeber
Das Projekt wurde von unserem Partner im Auftrag eines Providers durchgeführt.
Neugegründetes Gemeinschaftsunternehmen im Maschinenbau mit 150 Mitarbeitern, entstanden als Joint Venture zweier Weltmarktführer im Bereich Abfüllen und Palettieren.
Die Herausforderung
- IT-Integrationsprozess kurz vor dem geplanten Go-live festgefahren; Betriebsstart unmittelbar gefährdet.
- Führungswechsel in der Projektleitung hinterließ eine Lücke in Steuerung und Eskalationsfähigkeit.
- Fachbereichsanforderungen über längere Zeit nicht systematisch aufgenommen und dokumentiert.
- Neuer interner Projektleiter ohne ausreichende Methoden- und Erfahrungsbasis für das belastete Projekt.
Aufgabenstellung
Der Interim Manager sollte die Zusammenführung der IT-Systeme beider Muttergesellschaften, darunter SAP und verschiedene CAD-Anwendungen, zum Abschluss führen. Neu konzipierte schlanke Prozesse waren einzuführen und in der Organisation zu verankern, die Stammdatenübernahme aus zwei heterogenen Quellumgebungen zu koordinieren. Parallel sollte der interne Projektleiter gezielt befähigt werden, die Projektsteuerung eigenständig zu übernehmen.
Vorgehensweise
- Neu verhandelte Termine mit allen relevanten Fachbereichen als Grundlage einer realistischen, aktualisierten Projektplanung.
- Systematische Aufnahme und Priorisierung der bis dato unbearbeiteten Anforderungen zur Wiederherstellung handlungsfähiger Projektstrukturen.
- Coaching des internen Projektleiters mit gezielter Unterstützung bei komplexen Problemfeldern und Eskalationssituationen.
- Einführung klarer Kommunikationswege und Steuerungsstrukturen zur Entlastung der Projektleitung im Tagesgeschäft.
- Tageweise Projektbegleitung über zwölf Monate zur methodischen Festigung und kontinuierlichen Wissensweitergabe.
Ergebnis
- Interner Projektleiter übernahm innerhalb weniger Wochen eigenständig die Projektsteuerung auf Basis der neu geschaffenen Strukturen.
- IT-Integration von SAP und den CAD-Systemen planmäßig abgeschlossen; Betriebsstart des Gemeinschaftsunternehmens gesichert.
- Organisation baute über die zwölfmonatige Coaching-Phase ein fundiertes Verständnis agiler Vorgehensweisen auf.
- Projektteam entwickelte die Fähigkeit, klassische und agile Managementmethoden situationsabhängig zu kombinieren.