Ausgangslage
Das mittelständische Maschinenbauunternehmen mit rund 300 Mitarbeitenden und ca. 50 Mio. € Jahresumsatz ist seit über 20 Jahren nach ISO 9001 zertifiziert und operiert international. Trotz langjähriger Zertifizierung liefen die internen Verbesserungsprozesse weitgehend ins Leere und zeigten kaum messbare Wirkung. Das bestehende QM-Team verfügte nicht über die notwendige Akzeptanz in der Organisation, um Veränderungen wirksam voranzutreiben. Kundenreklamationen blieben auf einem zu hohen Niveau und machten eine strukturelle Neuausrichtung des Qualitätsmanagements erforderlich.
Der Auftraggeber
Deutsches Maschinenbauunternehmen, mechanische Produkte, rund 300 Mitarbeiter an einem Standort in Süddeutschland, ca. 50 Mio. Euro Jahresumsatz, international tätig und seit über 20 Jahren ISO 9001 zertifiziert.
Die Herausforderung
- Fehlende organisatorische Akzeptanz des QM-Teams blockierte die Durchsetzung von Verbesserungsmaßnahmen in Fertigung und Prozessverantwortung.
- Kontinuierliche Verbesserungsprozesse liefen trotz ISO-9001-Zertifizierung seit über 20 Jahren ins Leere und zeigten keine messbare Wirkung.
- Kundenreklamationen überstiegen dauerhaft das akzeptable Niveau und beeinträchtigten die Kundenzufriedenheit nachhaltig.
- Fehlende Kennzahlenstruktur im Qualitätsmanagement machte Fortschritte weder messbar noch innerhalb der Organisation kommunizierbar.
Aufgabenstellung
Der Interim Manager sollte das Qualitätsmanagement strukturell neu aufstellen und als gesteuerter Change-Prozess in der Organisation verankern. Konkrete Zielvorgabe war eine Reduktion der Kundenreklamationen um mindestens 25 % sowie der Aufbau eines anerkannten, handlungsfähigen QM-Teams. Darüber hinaus war ein wirksames Prozessmanagement zu etablieren, das dem QM eine aktive Rolle als Impulsgeber in der gesamten Organisation verschafft.
Vorgehensweise
- Neue QM-Leiterin gewonnen und gezielt gecoacht, um die personelle Basis für eine glaubwürdige Neuausrichtung der Qualitätsorganisation zu schaffen.
- Strukturiertes QM-Programm gemeinsam mit erfahrenen Fachexperten und der neuen Leiterin entwickelt, mit klarem Schwerpunkt auf prozesssicherer Produktion in der Fertigung.
- Unternehmensweites Prozessmanagementsystem aufgebaut und implementiert zur Standardisierung und Transparenz der Abläufe in der gesamten Organisation.
- Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) mit Lean-Management-Methoden verknüpft zur nachhaltigen Steigerung der operativen Effizienz.
- Verbindliche Kennzahlenstruktur eingeführt zur messbaren Steuerung von Qualitätszielen und Verbesserungsmaßnahmen.
Ergebnis
- Kundenreklamationen um mehr als 35 % reduziert — das gesetzte Ziel von mindestens 25 % Reduktion wurde deutlich übertroffen.
- Regelmäßige Verbesserungszyklen über Audits und KVP-Runden sind fest in der Organisation verankert und laufen eigenständig ohne externe Steuerung.
- Die eingeführten Verbesserungsmaßnahmen steigerten die Produktivität des Unternehmens nachweislich um 5 %.
- Neu aufgestelltes QM-Team agiert mit deutlich höherer Akzeptanz in der Organisation und nimmt eine aktive Rolle als interner Impulsgeber wahr.